Mittwoch, 24. September 2008

Kampfloser Kampf

Nach der Zeitschriften info3 und Connection Spirit hat nun auch das „Magazin für Evolutionäre – What is Enlightenment“ ÖKOMED ins Visier genommen. Unter der Rubrik „puls“, die den „globalen Führungskräften, Vordenkern, Lehrern und Mystikern auf der Spur“ ist, berichtet WIE von der „Guerilla-Meditation auf deutschen Straßen“.

What is Enlightenment freut sich ganz zurecht über ÖKOMED, denn nicht zuletzt war es der Bericht in diesem Magazin (welches übrigens bald zum nächsten Sprung ansetzt und sich dann den Namen EnlightenNext gibt) welches den letzte Anstoß für meine Initiative gab.

Deswegen wollen die Blattmacher, die sich dem spirituellen Lehrer Andrew Cohen verpflichtet haben, ÖKOMED auch weiter im Blick behalten: "Vielleicht trifft man sich mal - still - in einer deutschen Fußgängerzone." Schließt der Autor des Artikels.
Andrew Cohen, der Impulsgeber von WIE, ist ein Mann, der immer noch einen Schritt weiter geht, als viele andere.

Über den Kampf und den Frieden sagt er zum Beispiel:

„Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass den ganzen Weg zu gehen mehr bedeutet, als nur mit dem Kämpfen aufzuhören. Den ganzen Weg zu gehen bedeutet, dass wir – eben weil wir nicht mehr kämpfen – endlich fähig sind, voll ins Leben einzutauchen. Warum? Weil wir jegliches Anhaften an vorgefasste Meinungen, was Ruhe und Frieden betrifft aufgegeben haben, sind wir nun bereit auf völlig neue Art zu kämpfen. Ja, zu unserer Überraschung erfahren wir eine Berufung zu kämpfen und zwar auf eine Weise, die uns keine Fesseln anlegt, aber die Welt buchstäblich in Brand versetzt.“

Das ist der Frieden, den ÖKOMED in die Stadt bringt – mit aller Entschlossenheit.
"O Freude, wenn die Menschenflamme lodert auch da, wo sie ruht!" (Rudolf Steiner)
Der Friede aus befreiter Freiheit. Nicht der Friede, der sich zurückzieht und resigniert. Sondern der Friede aus dem heraus das Leben pulsiert. Schön und klar und heilsam für alle Menschen.

Ich freue mich über diese Würdigung von ÖKOMED in WIE und gerade auch deshalb, weil der Text in dem Heft mit der Titelstory „BAUSTELLE NEUER MANN“ erscheint.

Kann es sein, dass es nicht zuletzt von unserer Entschlossenheit als Mann abhängt, dass wir die Freiheit – die uns als Mann immer so wichtig ist – nun auch für andere ermöglichen?

Aber nicht indem wir sie anderen aufzwingen – sondern indem wir sie aus uns fließen lassen. Meditation ist der Schlüssel um die Schleusen in uns zu öffnen, aus der diese neue Freiheit fließt und nur aus dieser Freiheit heraus, kann wirklicher FRIEDE wachsen.

Unser wirklich Kampf beginnt gerade erst und er wird kampflos sein und aus dem Frieden des reinen Herzen seine Kraft beziehen. Weil uns das Leben so wichtig ist, setzt sich ÖKOMED diesem Leben aus. Um es zu transformieren. Von innen nach aussen – das ist jetzt unser Job.

Das klingt heroisch und moralisch? Das IST heroisch und moralisch!

Kommentare:

Anak hat gesagt…

lieber sebastian,
dein "Kann es sein, dass es nicht zuletzt von unserer Entschlossenheit als Mann abhängt,"
ist sehr schoen, und ich weiss es zu verstehen. aber viele verstehen dies schlichtweg falsch. diese diskussion in deinem blog ueber die verehrung des weiblichen zeigt dies deutlich.
hier geht geht es natuerlich um die urrollen des weiblichen und maennlichen. das eine schliesst das andere nicht aus, nein es unterstuezt sich untereinander, die energien verbinden sich zu einem. die trennung zwischen mann und frau ist aufgehoben, es ist eins. dies ist gleichzeitig auch ein ausstieg aus dem dualitaetsbewusstsein oder lieber beschraenktsein in ein neues bewusstsein der inneren freiheit und der alles umfassenden liebe.
lili
anka

Jasna Caluk hat gesagt…

Ja, liebe Anka,

ich stimme Dir auch zu in dem was Du schreibst.

Dass es eine Trennung im biologischen Sinne zwischen Mann und Frau gibt, gefällt mir persönlich jedoch immer noch recht gut, schon wegen der Fortpflanzung, die ja echt Spass macht ;-)

Ich für meinen Teil habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass ich erst bei Integration der so genannten männlichen Qualitäten in Mir zu meiner wahren Weiblichkeit finde und dazu gehört z.B eine starke „Entschlusskraft“, eine Art „Kampfgeist“ und eine gehörige Portion „Lässigkeit“, was wohl Eigenschaften sind, die in einem getrennten Bewusstsein eher Männern zugesprochen werden.

Umgekehrt gilt das gleiche natürlich auch für Männer, wobei es für Männer eben noch viel schwieriger und herausfordernder ist ihre weibliche Seite in sich zu integrieren oder gar öffentlich zu zeigen. Eine Frau als Cowboy ist Sexy. Ein Mann als Diva… hm… in den Augen der meisten wohl tuntig… das hemmt. Und das ist wirklich schade.

Dennoch denke ich nicht, dass es darum geht grundsätzlich aus Männern Frauen zu machen und aus Frauen Männer. Es geht einfach um die innerliche Integration der jeweiligen Qualitäten in Sich selbst und in Folge dessen kann dann die wahre allumfassende (geschlechtslose) Liebe wachsen und sich entfalten.

Das Non-Duale lebt durch das Duale (oder hab ich da was falsch verstanden??)

Wenn ich eine Frau liebe und verehre, dann überwiegen in mir männliche Qualitäten, durch die ich diese Verehrung, Würdigung, Liebe etc. sehe und fühle.

Wenn ich das Licht bin, dann sehe ich es doch zunächst einmal nicht.

Das, was ich in einer anderen Frau liebe, ist dann natürlich folglich auch wieder die Frau in Mir, die ich liebe, verehre und würdige und kommt somit wieder auf das EINE allumfassende.

Mit diesem meinem Versuch der Erklärung dessen was ich fühle und wie ich es empfinde, bin ich wohl wieder einige Etagen unter dem ALLEINSSEIN aber so empfinde ich es halt grad. Bin aber immer offen für konstruktive Belehrungen... :-)

Herzliche liebe Grüsse
Jasna

Anak hat gesagt…

liebe jasna, gar keine konstruktiven belehrungen, das leben selbst geniessen mit allen dingen des seins, ja selbst mit der sexualitaet, bringt ein einssein. nirgendwo mehr als in der sexualitaet ist der drang nach dem einssein groesser. dieser drang kann transformiert werden in hoehere ebenen des seins.
ja richtig, das maennliche in dir selber integrieren und damit eine innere freiheit erlangen. der andere braucht dir gar nichts mehr zu erfuellen, frei sein von bedingungen, dann erst ist einssein wirklich moeglich. erst eins sein in dir und dann mit dem anderen. und grenzen verschwinden, sie geben raum an die liebe und an das licht. ob du dann eine frau liebst oder deine kinder, oder alle maennner dieser welt oder eben alles liebst, hat mit der geschlechtlichkeit nichts mehr zu tun...eben allesumfassend...
lili
anka

Jasna Caluk hat gesagt…

:-)) Schöööön!!
Danke Anka,
hab Dich lieb.
Jasna