Montag, 22. September 2008

Friede? Hier ist er.

Wir haben es mal wieder getan. WOW!
Ohne dieses „Wunder WIR“ findet kein ÖKOMED statt. Denn ÖKOMED ist, wo zwei oder mehr Menschen sich öffentlich und in absolut friedlicher und kontemplativer Haltung in der Meditation versenken. Am Internationalen Tag des Friedens war das wieder so – und mein herzliche und glücklicher Dank gilt Euch allen die ihr kurz oder lang, dokumentiert oder unveröffentlicht den Frieden verwirklicht habt. (Zum Vergrößern der Bilder, einfach beklicken).

Wir im Frieden. Der Frieden im Wir. In Berlin & in Wien & in Iowa & anderswo!

Als ersten Eindruck ein paar starke Bilder für Euch. Unsere Truppe in Berlin war zwischen acht und 25 Personen groß. In Wien saß Jasna Caluk und ihrer Trinity-Gang. Ich selber meditierte eine Stunde - verschiedene Guerilla-Meditierer zwischen zehn und ebenfalls 60 Minuten.

Vielleicht seht Ihr auf den Bildern genau das, was man spüren kann, wenn man öffentlich meditiert:
Friede in Dir ist nicht Rückzug – Friede in Dir dehnt sich machtvoll aus und erobert den Raum. Stille in Dir ist nicht stumm – Stille in Dir tönt aus der Ewigkeit in jeden Augenblick.

Öffentliche Meditation dient dem Raum, berührt die Menschen und lässt Dich zum Transformator werden.

Und das Beste: Es macht Spaß!

Namaste – Ihr Amazonen, Heroen und Kinder des Friedens.










































DER FRIEDE, DER IMMER IST, SEI MIT EUCH!







Bilder aus Berlin: Jens Heisterkamp
Mein besonderer Dank!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

„Wogegen demonstrieren die denn wieder“, fragte ein Berlin-Besucher, der die kleine Gruppe auf der Wiese zwischen Kanzleramt und Reichstag sah. Aber der Eindruck war ein anderer: die Menschen, die hier still und mit geschlossenen Augen in Richtung des geschichsträchtigen Gebäudes gerichtet sitzen, sind nicht gegen etwas. Es ist, als wollten sie den Menschen, die dort für ihr Land arbeiten, eine gute Energie zukommen lassen, etwas tief Hilfreiches, ganz unabhängig von jeder politischen Richtung, weltanschaulichen Linie oder jeder aussagbaren Botschaft. Um drei Uhr nachmittags begann diese Demonstration eines Unsagbaren, und zugleich hatte von dem benachbarten Glockenturm aus ein wunderschönes Glockenkonzert begonnen, das diesen Teil Berlins für fast eine Stunde mit seinen hellen Klängen zu einem Innenraum machte. Man wunderte sich, dass so ein Innenraum mitten in einer so belebten Zone überhaupt möglich ist, und dass in all dem Treiben und Vorübergehen und Schauen und Scherzen der Menschen auch diese ungewöhnliche Gruppen-Meditation ganz selbstverständlich ihren Platz haben durfte. Einzelne Besucher blieben stehen, lasen die Texte der mitgebrachten Schilder, auf denen Sätze stehen wie „Weltfrieden beginnt mit innerem Frieden“. Niemand, der Anstoß nähme, keiner, der die Ruhe stören würde. Ein Kind näherte sich voller Neugier, ging ganz nah, aber behutsam, zwischen die Meditierenden, zog an der Hand seinen Vater hinterher. Man ahnte, dass das Kind fragt: „Was machen die da?“ Der Vater beugt sich zum Kind hinunter, spricht, ganz leise, erklärt. Das Kind scheint zu verstehen. Es lässt die Hand des Vaters los, geht ein paar Schritte und setzt sich dann, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres auf der Welt, mit untergeschlagenen Beinen ans Ende der Gruppe, legt die Hände zusammen und schließt, kerzengerade aufgerichtet, die Augen. Das Kind gehört für einige wunderbare Momente zu den Meditierenden, die nichts von alledem wussten… Danke, Little Buddha aus Berlin.

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Oh - vielen Dank - welche ein schöner Bericht von der Aussenseite!

Tatsächlich, es ist erstaunlich, was man in einer Stunde alles
n i c h t sieht (und doch innen spürt - hier das Angenommen-Sein des Ortes und unserer Mitmennschen).

Nun, es gibt ja die Ohren, Augen und Hände der anderen Menschen. Wenn sie sich dann öffnen und loslegen, dann wird das GANZE sichtbar.

Danke für diese SichtWeise.

Herzlich
Sebastian

Ruth Jäger hat gesagt…

Ich gratuliere zu Euren Aktionen!
Ich find sie beeindruckend und originell.
Jedoch bleiben auch Fragen: Echte Meditation ist nichts einfaches, es geht um Zurückgezogenheit und totale innere Abkehr von äußeren Reizen. Also doppelt schwierig, wenn man es in der Öffentlichkeit versucht.
Trotzdem find ich Eure Bemühungen unterstützenswert. Ich werd diesen Blog regelmäßig besuchen und hab ihn auf meiner Seite verlinkt.
Herzliche Grüße
Ruth Jäger