Freitag, 15. August 2008

Riff der Stille

Es brüllt der Stier,
es bellt der Hund.
Es spricht der Mensch mit seinem Mund...



...Gott tut sich in der Stille kund.
Auf den Bildern (danke für die Dokumentation) seht Ihr zwei von drei Gladiatoren der Stille - der Dritte war während der Dokumentation nicht vor Ort.

Wir meditieren vor dem Schauspielhaus in Bochum und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung - wir werden sie beide in uns tragen und wachsen lassen.

Wer in der Öffentlichkeit meditiert benötigt ein starkes Rückrat und Courage. Dafür ist nicht jeder gebaut.

An diesem lauten Verkehrsknotenpunkt war besonders deutlich bemerkbar, was mir schon mehrfach aufgefallen ist: Die Menschen die an Meditierenden vorbeigehen, senken die Stimme - es ist als erfasse sie die Stille, die selbst von zwei Menschen sehr kraftvoll ausgehen kann. Einige blieben eine Weile stehen - fotografierten und gingen leise sprechend weiter.

Stille ist Kraft. An ihr bricht sich der Lärm.

Entsprechend stand auf meinem Message-board: "Hier entsteht ein Riff der Stille."

Einen ähnlichen Standort scheinen sich die Männer von Nienstedt ausgesucht zu haben - deren Mail ich gerade erhielt. Wir hatten einige Tage vorher 60 Minuten gemeinsam in einer Grillhütte meditiert und anschließend die "Burger King" Invasion gestartet. Sie initiertenen nun die erste ÖKOMED, die nicht von mir verantwortet wurde (Yesss!!!) und verwandelten einen Platz des Wartens, ein Platz wo "Kommen und Gehen" herrscht, zu einem Ort des Da-Seins und des Angekommen-Seins.

ÖKOMED ändert nicht nur Menschen.
ÖKOMED ändert Räume.

Danke an alle - ich bin sehr froh über Euch!

Ihr seid die Typen, auf die ich immer gewartet habe.

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