Dienstag, 26. August 2008

Kultur der Stille

Nur allein der Mensch vermag das Unmögliche...:
Er kann dem Augenblick Dauer verleihen.

J.W.v.Goethe

Ich denke tatsächlich, dass die Stille nichts ist, was wir wieder erreichen können, indem wir "zurück zur Natur" gehen. Zurück ist eigentlich nie eine Lösung. Die Lösung liegt in einem "darüber hinaus". Also nicht "Prä" - sondern "Trans".

Es geht mir also nicht darum, die Stille an natürlich Orten zu suchen (was auch immer wunderschön und ein Geschenk ist), sondern darum, ein aktives Medium zu sein, welches durch sein bewusstes Schweigen, die Stille sprechen lässt. Mitten im Lärm.

Nicht die Stille der Natur suchen wir bei ÖKOMED - wir denken, jemand muss für die Stille Verantwortung übernehmen. Dann kreieren wir in unseren Städten eine Kultur der Stille, die durch den meditierenden Menschen spricht...
Es ist etwas Paradox: Die Stille ist immer da - ewig - und eben keine Leistung, nichts, was wir produzieren können, aber die Kultur ist eine menschliche Leistung - eine vergängliche natürlich.
Die Kultur der Stille wird somit eine Kunst. "Die Kunst ist berufen, das Gleichnis des Vergänglichen zu durchtränken mit der Botschaft von dem Ewigen, von dem Unvergänglichen. Das ist ihre Mission" (R. Steiner).
Wir werden bei ÖKOMED also Künstler und es fällt schwer, an dieser Stelle nicht an Joseph Beuys und seine beiden legendären Sätze zu denken: "Jeder ist ein Künstler" und "Die Mysterien finden am Hauptbahnhof statt".

Lerne wirklich und wahrhaftig zu schweigen und dann offenbart sich die Stille, die in Wirklichkeit Deine Mitte ist. Sie ist immer Gegenwärtig. Sie ist das eigentliche JETZT.

Nur das Bewusstsein des stillen Zeugen, verleiht den flüchtigen Augenblicken Dauer.
Nur so wirst Du ein Bürger der Ewigkeit.
Ja, ich denke es geht wirklich um eine Kultur der Stille.

Kommentare:

Anak hat gesagt…

lieber sebastian,
du sagst: "Lerne wirklich und wahrhaftig zu schweigen und dann offenbart sich die Stille, die in Wirklichkeit Deine Mitte ist. Sie ist immer Gegenwärtig. Sie ist das eigentliche JETZT."
das ist ein ganz wichtiger punkt in unserer entwicklung, das erhaschen dieses gefuehls in der meditation laesst in uns den wunsch reifen, diese ruhe auf den alltag auszubreiten. den inneren frieden zu entwickeln.
der sich dann auch automatisch auf unser umfeld ausbreitet.
das ist der punkt der heilung. mein "heil sein" kann sich dann auf andere uebertragen.
meine energie kann sich auf andere uebertragen. meine schwingung. aber diesmal auf eine "positive"
art und weise, denn meine energie uebertreagt sich eh, immer und ueberall, nur merke ich es meistens nicht...
einen frohen tag des schaffens wuensche ich dir
liligruesse
anka

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Liebe Anka,

ja, unter allem was Du sagts, setze ich meinen Namen. Und zwar herzlich :-)

Sebastian

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Und vielleicht noch zu "wir merke ich es meistens nicht".

Wir merken es nicht - - - aber wir bekommen es zu spüren und dann wundern wir uns...

http://tinyurl.com/5s8y9r

Herzlich
Sebastian