Donnerstag, 21. August 2008

ÖKOMED in info3

Der folgende Beitrag erschien heute in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "info3" - Demnächst auch als Printversion:

Wir essen öffentlich, küssen öffentlich, haben eine öffentliche Streitkultur und natürlich gibt es medial veröffentlichte Bilder von zynischer Gewalt und bombastischem Lärm. Man könnte sich darüber aufregen, dagegen demonstrieren oder resignieren. Mit ÖKOMED – der Öffentlichen Kollektiven Meditation, habe ich mich entschieden Stille, Friede, Bewusstheit und Innerlichkeit aktiv an öffentlichen Orten zu verwirklichen.

Von gemeinsam meditierenden Menschen geht eine machtvolle Stille aus. An ihr bricht sich der Lärm. Wo, wenn nicht mitten im Lärm, wäre diese Stille nötiger?

Wir meditierten bereits vor dem Kölner Dom, auf einer Verkehrsinsel vor Burger King, vor einem Theater, einer Buchhandlung, am Bahnhof. Spiritualität erobert die Fußgängerzone: Es ist laut – wir sind still. Man beobachtet uns – wir haben die Augen geschlossen. Hier geht es ums äußere Geschäft – uns geht es um inneren Frieden. World Peace begins with inner peace – steht auf einem der Schilder, die wir bei uns haben.

Wir fordern nichts und erwarten nichts, wir verwirklichen was wir wollen und somit ist jede Aktion sofort ein Erfolg. Es geht uns um Meditation – wir meditieren. Es geht uns darum, das Hamsterrad des unbewussten Alltags zu stoppen – wir stoppen es.

Wir setzen den Bildern von Gewalt und Lärm etwas entgegen: Uns selbst. Auch im Lärm spricht die Stille und diese Stille spricht in jedem Menschen. Augen zu. Mund zu. Stille spricht!

Jeder ist herzlich eingeladen.

Kommentare:

Noah K. hat gesagt…

Ich würde mir wünschen, die Macht der Stille würde stärker...

http://mentio.blogspot.com/2008/02/das-ohrensausen-der-seele.html

Danke.

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Lieber Noah,

danke für Deinen Wunsch - vielleicht hast Du ja mal Lust zu erfahren, wieviel machtvolle Stille von ein paar Menschen ausgehen kann, die mitten im Lärm schweigen. Mit geschlossenen Augen und in der Haltung des Friedens und der Vollkommenheit.

Vielleicht ist es so, dass wir nicht mehr Stille e r w a r t e n können und auch nicht mehr z u r ü c k zur natürlichen Stille kommen können.

Vielleicht ist es nun so, dass die Menschen eine "Kultur der Stille" erschaffen müssen.

Wie?

Durch Menschen die bewusst still sind.

Auf den Lärm wird man erst wirklich aus der Stille heraus aufmerksamv - ein bisschen wie in Deinem Video.

Menschen die uns beim öffentlichen meditieren beobachten sprechen plötzen leise. Gehen leise. Sie merken, wieviel Lärm - unnötigen Lärm - sie produzieren.

Ich lade Dich ein eine ÖKOMED zu verantworten.

Es ist so einfach und so effektiv. Es ist eine Tat der Stille - ein Attentat auf den Lärm.

Such Dir ein bis viele Leute, einen öffentlichen Ort und vielleicht unser Logo. Nimm Dir einige Minuten Zeit. 15 sind gut für den Anfang.

Tue es. Dokumentier es. Wir veröffentlichen diese Dokumente und setzen sie den Bildern des Lärms entgegen.

Warum soll sich nur der laute Schrott profilieren?

Braucht nicht die Stille und das Gute auch ein Profil?

Wer könnte dieses Profil sein?

Vielleicht ein gewisser Noah K. und seine Freunde?

Du wünschst Dir, die Macht der Stille würde stärker?

Möge die Macht mit Dir sein :-)
Sei diese Macht und zeige sie.

Herzlich
Sebastian Gronbach

Noah K. hat gesagt…

Ich danke dir für deine Antwort und Einladung. Es ist schön, dass Menschen so reagieren, und selber ein wenig stiller werden.

Hinsichtlich deiner Einladung bin ich offen: Das ist nicht meine Welt.

Dennoch finde ich klasse, dass ihr das macht.

Danke. :-)

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Hallo Noah K.,

es ist absolut ok.

Vielleicht hast Du ja andere Möglichkeiten das zu promoten. Vielleicht hier ein Link und da ein Hinweis. Das wäre doch schon toll.

Wir bauen die "Arche Noah der Stille" und gleiten damit durch die Wellen des Lärms...:-)

Herzlich
Sebastian

Noah K. hat gesagt…

Hallo Sebastian,

willkommen auf der Blogroll bei Mentio!
Ist das ok?

Einen Gruß an dich
Noah

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Ganz klasse, Noah K. Danke...

Herzlich
Sebastian