Mittwoch, 6. August 2008

FÜHRE dein LEBEN.

Heute will ich Euch eine geführte WortMeditation schenken – mit einem evolutionären Drive.

Nach Absprache mit den Teilnehmern, haben wir bei der angekündigten ÖKOMED am Wasserfall auf Bilder verzichtet und ich zeige Euch stattdessen ein paar Fotos einer kleinen (aber feinen) ÖKOMED. Sie fand auf einer viel begangenen Brücke im Kleinwalsertal in Österreich statt. Am Ende von 10 herrlichen Tagen wollten wir, Fedelma und ich, der Natur unsere Dankbarkeit in Form einer Meditation zurückschenken. Dabei entstanden ungefähr die folgende WortMeditation - ich war selber überrascht von dem Drive, der sich entwickelte.

Die Meditation hat zwei Teile – vielleicht hast Du Spaß daran, die zwei Qualitäten zu erspüren und dem nachzugehen, wo der evolutionäre Drive beginnt.

WORDS TO QUIET YOUR WORLD.

Vielleicht bist Du nervös – an einem öffentlichen Ort zu meditieren. Es ist nur Nervosität. Gerade war sie noch nicht da – jetzt ist sie präsent und später ist sie ganz verschwunden. Begrüße sie wenn sie kommt. Verabschiede sie wenn sie geht. Du bist nicht diese Nervosität – Du bist der Raum, in dem diese Nervosität erscheint.

Vor Dir werden fremde Menschen stehen bleiben. Begrüße jeden Schritt den Du hörst. Er stört Dich nicht. Es ist einfach nur ein Schritt. Gerade war fort – jetzt da – dann wieder weg.

Wenn er Dich doch stört: Begrüße das Gefühl des Störens – es ist nichts, was mit Dir zu tun hat. Nur ein Gefühl, was kommt und wieder geht.

So werden Gedanken, Empfindungen und Gefühle kommen und gehen.

Begrüße alles was kommt, wenn es kommt.
Verabschiede alles was geht, wenn es geht.

Halte nichts – wenn Du doch etwas hältst: Na dann halte es eben. Es ist nur das gewohnte Halten. Nichts weiter.

Lasse alles zu. Wenn Du denkst Du könntest etwas nicht zulassen, dann lasse es zu, dass Du meinst es nicht zulassen zu können.

Identifiziere Dich mit nichts. Auch nicht mit Dir an diesem Ort. Du bist nicht diese Person hier auf der Brücke. Diese Person auf der Brücke ist wie die Geräusche der Spaziergänger. Sie ist fort - - - sie kommt - - - verweilt einen Moment - - - und verschwindet wieder.

Du bist die Stille in der diese Geräusche erscheinen. Du bist der Raum in dem die Person auftritt.

Du bist der einzige Zeuge.

Du bist die Stille in der alles erscheint und vergeht.

Der Bach rauscht. Du sitzt. Die Brücke spannt sich.
Alles erscheint in dem Raum und nichts ist ausserhalb dieses Raumes.

Du bist dieser ewige Raum.
Du bist der Urgrund, auf dem sich das ganze Theater abspielt.
Schau Dir das Theater an und genieße das wunderschöne Schauspiel eine Weile – das Drama, die Tragödie, die Komödie. - - - - -

Du kannst Dich nun mit allem verbinden, was in diesem Raum erscheint.
Du kannst alles lieben, was Du siehst.

Liebe die Bäume. Du bist die Bäume.
Liebe den Flüsse. Du bist die Flüsse.
Liebe die Menschen. Du bist die Menschen.
Liebe die Person auf der Brücke. Du bist die Person auf der Brücke.

Du bist das EINE und Du bist ALLES, was in diesem EINEN erscheint.
In Deinem Herz hat alles einen Platz.
Nichts ist ausserhalb von Dir.


Du bist das Getrennte und das Vereinte.
Du bist das Duale.
Du bist das Non-Duale.

Du bist was Du jetzt fühlst und was das einzige und sicherste Gefühl ist, was Du immer schon kennst:

ICH-BIN.

Du bist frei.
Nichts kann Dich bedrängen.
Tu was Du willst.

Du richtest nun Deine Aufmerksamkeit auf den Raum unter Deiner Nase. Die Luft, die Du nun einfach und ohne Anstrengung einsaugst, spürst Du bereits zwei Finger breit vor Deiner Nasenöffnung.

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Aus diesem Raum holst Du die Luft und nimmst einfach wahr, wie sie sich durch die Nase, durch die Nebenhöhlen, durch die Luftröhre in die Lunge ausbreitet. Wie Dein ganzer Körper diese klare Luft in Dankbarkeit annimmt. Einfach so. Sie ist da und schenkt sich Dir hin – nimm an den lebendigen Atem.

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Nun wird der Raum unter Deiner Nase, auf den Du Deine Aufmerksamkeit richtest größer. So groß wie zwei volle Hände. Atme aus diesen Raum ein. Du atmest Luft, die von Aufmerksamkeit erfüllt ist.

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Nun stelle Dir vor, Du breitest weit Deine Arme aus. Das ist der Raum, den Du nun mit Aufmerksamkeit erfüllst – bis hinter das Geländer der Brücke reicht dieser Raum. Er ergießt sich in Dich – erfüllt von Deiner Aufmerksamkeit.

Deine Aufmerksamkeit ist da draussen und nun da drinnen.

Innen und Aussen fließen ineinander.

Nun richte Deine Achtsamkeit auf das Ausatmen. Dazu musst Du nichts tun – der Atem atmet einfach so. Schau nur sanft zu.

Soviel Kraft und Schönheit und Herrlichkeit haben uns Berge, Wiesen, Luft und Sonne geschenkt – so reich sind wir. Wir atmen diese Schönheit einfach immer ein.
Bedingungslos.

Diese Schönheit ist in Dir.

Du bist geschenkte Schönheit.

Aus dieser geschenkten Schönheit erheben sich nun Dankgefühle – Du musst sie nicht produzieren oder angestrengt ausdenken. Sie erheben sich einfach so in Dir.
Dankgefühle erheben sich aus geschenkter Schönheit.

Immer mehr Raum nimmt diese Dankbarkeit in Dir ein. Schöne, einfache und tiefe Dankgefühle erheben sich und mit dem nächsten Ausatmen fließen sie aus Dir heraus.


Aus dem Nasenloch nehmen sie Raum. Zuerst wenig, dann mehr und schließlich ist es ein überströmen an Dankgefühlen.

Deine Dankgefühle erheben sich über die Brücke, entlang der Berge und bis zur Sonne.

Dazu musst Du nicht tiefer atmen – es ist einfach alles in Dir.

Du spürst jetzt die Sonnenstrahlen auf der Haut – sie bescheint Dich in Dankgefühlen.

Die Sonne braucht Deine Dankbarkeit. Sie braucht Deine moralische Sonne.

Ist die Sonne am Himmel nicht unendlich, unendlich groß?

Du schenkst der Natur Deine Dankgefühle – das ist gut.

Ist die Sonne nicht unendlich?

Nein, auch diese Sonne ist endlich. In ihrer unfassbaren Licht, ist sie Abglanz des unendlichen Lichtes. Sie ist Ausdruck des Ewigen. Sie ist nicht die EWIGKEIT selber.


Die Natur ist nicht die Quelle dieses unermesslichen Glanzes dem Du dankbar bist, die Natur sie ist der Empfänger dieses Glanzes.

Du betest die Sonne an. Gut so. Nun bete den GEIST an, von dessen Glanz die Sonne erzählt.
Schenke der Sonne alle Deine Dankgefühle – und dann richte Deine Achtsamkeit auf den raumlosen Raum hinter der Sonne: Hier strahlt die Ewigkeit.


Der EINE GEIST, der sich in allem Ausdrückt.

„Möge die Erde und der Kosmos und alle Welten auch untergehen, der GEIST leuchtet dennoch in der Leere, nicht entstehend, nicht vergehend, nicht einmal auch nur schwankend.“
(Ken Wilber)

Auf diesen GEIST richte nun Deine Dankgefühle – und fühle mit jedem Strahl aus Deinem Herzen:

In Deiner tiefsten Tiefe bist Du dieser GEIST.

Du bist, was Du immer gesucht hast.

Du kannst Dich nicht finden, weil Du immer bei Dir bist.

Beende die Suche und bekenne Dich zu Deinem Leuchten.

Den Geist kannst Du in allem finden. Der Geist ist in aller Natur. Überall ist ein heiliger Teil des Geistes.

Darum wandern wir mit offenen Sinnen in der Natur und danken ihr für den Ausdruck des Geistes.

Den GEIST – den ganzen GEIST, den findest Du nicht in seinen Teilen, so sehr sie auch strahlen, den ganzen GEIST findest Du nur im GEIST.

Darum meditieren wir hier.

Um die non-duale Wahrheit zu erfahren:

Du bist würdigster Ausdruck dieses Geistes in Zeit und Raum.
Du bist dieser zeitlose und raumlose GEIST selber.
Erhebe Dich nun als dieser unsterbliche GEIST und transzenediere Dein Leben.

FÜHRE dein LEBEN.

Das Führen musst Du lernen. Es ist jeden Tag eine Anstrengung und ungeheure Herausforderung.

Das LEBEN bist Du in jedem Augenblick und über jeden Augenblick hinaus. Du kannst nichts lernen oder erlangen. Es ist Anstrengungslos. Es ist. Mehr ist nicht.

Erhebe Dich nun als dieser unsterbliche GEIST.
Werde, was Du bereits immer bist.

FÜHRE DAS LEBEN.















Der Sonne Licht durchflutet
Des Raumes Weiten,
Der Vögel Singen durchhallet
Der Luft Gefilde,
Der Pflanzen Segen entkeimet
Dem Erdenwesen,
Und Menschenseelen erheben
In Dankgefühlen
Sich zu den Geistern der Welt.
Rudolf Steiner

ÖKOMED Kleinwalsertal. Verantwortlich. Sebastian Gronbach

Kommentare:

Spirit hat gesagt…

Herzlichen Dank für dieses wertvolle Geschenk!
Euch Alles Liebe
Jasna

Murat Tchundyk hat gesagt…

Howdy Green-Little-River and MAGASH!!!

Greät, just fukcin greät! You returned to your origin Return your love and it will be returned!!!
I knew Green Gras Peter Field plant medication wasa good!!!!
Love that water fall!!
May peace prevail enchanted Nature Boy!!!!! Nature Boy!!!!
His Holiness
Murat Joy Tchundyk
See ya at the Guru Battle!!!!!

Simsa LaBim hat gesagt…

Abt.: Die Brücke am Gronbach
JaJa...
Über sieben Brücken musst du meditieren...aber bitte nicht so verkrampft wie auf dem Bild, Sebastian.

Liebe und ganz viele Gänseblümchen
deine Simsa LaBim